MeFü unter Belastung 13.05 - 15.05.2015

Was war das denn schon wieder? Dabei dachte ich, der „NOM Eiswolf“ war die schlimmere Veranstaltung dieses Jahr. Falsch gedacht, denn die Herrentagstour 2015 hat an der ein oder anderen Stelle nochmals einen draufgesetzt. Aber zunächst alles auf Anfang. Der „Herrentag 2015“ führte die RAG Infanterie ST sowie neue, hochmotivierte Teilnehmer (darunter auch 2 Profi-Geocacher) in diesem Jahr nach Halle. Das Basecamp wurde im schönen Nordbad, unweit der Saale eingerichtet. Von hier aus ging am Mittwochabend in die Schwimmhalle Neustadt. Die anwesenden Teilnehmer sicherten sich, je nach Auswahl, ihre Abzeichen in den Kategorien „1 Stunde“, „1,5 Stunden“ und „2 Stunden“. Danach ging es zurück ins Basecamp. Nach kurzer Absprache hieß es dann ab in die Schlafsäcke.

 

Die ersten Sonnenstrahlen des folgenden Tages weckten uns sehr zeitig. Voller Vorfreude bereiteten wir die nötige Ausrüstung vor und nahmen unser Frühstück ein. Pünktlich um 0830 erfolgte der Ausbildungsbeginn. Schnellen Schrittes wurde unser Schlauchboot vom Basecamp bis zum Ufer der Saale getragen. Dort zu Wasser gelassen, paddelten wir gute 3,5 km zum Aufnahmepunkt. Alle Mann (und Frauen) zogen das Boot aus dem Wasser und trugen es zum Verladepunkt. Nach kurzer Orientierung im Gelände und auf der Karte, kamen wir zum „schlammigen“ Teil der Veranstaltung. Die nächsten 2 km führten uns durch einen kleinen Bach. Die Aufgabe war hier ganz klassisch, Watercrossing. Bei guten 15° Wassertemperatur war es dann auch weniger schlimm, ab und an mal bis zum Knie komplett einzutauchen.

 

Der nächste Abschnitt unserer Route führte uns durch die Dölauer Heide, im speziellen zur „Himmelsleiter“. Hier mussten wir dann erstmal die Standfestigkeit der Treppe austesten, in dem wir diese mit einem gefüllten Sandsack ab und dann wieder aufstiegen. Danach führte uns unsere Route an den Heidesee. Zunächst einmal hieß es Mittagessen, also Kocher und Essgeschirr frei. Trotzdem blieb die Gewissheit, dass das Gewässer im Hintergrund nichts gutes heißen konnte. Nachdem das Mittagessen eingenommen war, bastelte jeder sein „Zeltbahnpaket“ und es ging ab ans Ufer des Heidesee’s. Langsam und geräuschlos tauchten wir ins Wasser ein. Nach kurzer Zeit kamen wir auf der anderen Seite des Sees an. Gut 100 dort sitzende Personen sahen uns beim Anlanden zu. „Total verrückt diese Typen“ werden die Gedanken dieser Menschen gewesen sein.

 

Was nun folgte sollte uns noch einmal alles abverlangen, der Klettergarten. Nachdem man uns den Einweisungskurs zeigte, absolvierten wir den Anfängerkurs. Danach stürzten sich 6 Teilnehmer auf das „Härteste“ was der Klettergarten zu bieten hat, den D-Parcours. Endlich oben angekommen, stellten wir fest, dass hier Mut, Fitness und das gewisse Quäntchen Glück notwendig ist, um diesen Parcours zu meistern. Am Ende habe es alle 6 geschafft. Natürlich sind alle anderen Teilnehmer auf den übrigen Parcours ebenfalls an ihre Grenzen und darüber hinaus gegangen. Damit neigte sich der Tag dem Ende entgegen. Die letzten gut 8 km legten wir schnellen Schrittes zurück. So kamen wir pünktlich 2000 im Camp an.


Es bleibt wie immer die Frage: Warum tut man sich den „Mist“ eigentlich jedes Mal freiwillig an? Darauf gibt es nur eine logische Antwort: Weil es geil ist!!!

 

Zum Schluss geht noch ganz großer Respekt an die kleine Franzi (12 Jahre). Hut ab vor dieser Leistung. Sie hat uns von früh bis Abend den ganzen Tag über begleitet, zu keiner Zeit ans Aufgeben gedacht und jede Station mitgenommen. Da kann sich der ein oder andere mal eine fette Scheibe von abschneiden.

 

Text: A. Kotzanek

Fotos: M. Stehle, M. Mundo, M. Noldin

„Morgentau überall. Frühnebel steigt auf….Die Alarmglocke am Zugdraht läutet….Explosionen im Vorfeld……Plötzlich aggressiv auftretender Feind überschreitet Feuereröffnungslinie.
NICHT MIT UNS!!! Feind wird erfolgreich zurückgedrängt.“

 

Frühjahrsbiwak Altengrabow

 

Organisiert durch die Reservistenkameradschaft Burg stellte die RAG Infanterie Sachsen Anhalt Ausbilder und Funktionspersonal, mit dem Schwerpunkt

Alarmposten-Ausbildung.


Nach Einweisung in die Lage erfolgte das Ablösegespräch in den Alarmposten. Um eine realistische Atmosphäre zu schaffen, übernahmen die Ausbilder auch das Feindkommando und setzten die eingeteilten Posten gehörig unter Druck.

 

Parallelausbildung erfolgte durch die FFw Lübars
- Löschen von Autobränden
- Einweisung im Umgang mit Schere und Spreizer und durch das THW OV Burg
- Höhenrettung

 

Das Schießen der Sonderübung, bot Einblicke in neue Anforderungen. Wechselnde Zielgruppen mit angepassten Anschlägen im weiteren Übungsverlauf forderten die Schützen. Ausreichend Munition und Zeit brachten Ruhe in den Ablauf.

 

Großen Dank an den Leitenden OL d. R. Lübke für den angenehmen und reibungslosen Ablauf.

 

„Zum Ausklang“ wurde noch ein IGF-Marsch durchgeführt
Resultat: 4x Gold, 14x Bronze
Feststellung: Läuft!!!

 

Text: Mandy Noldin/J. d. R. Andreas Herm
Fotos: OTL d. R. Hans Thiele


„So weit die Füße tragen“ und „Richtig kranker Scheiß“ beschreiben wohl am besten, um was es sich am vergangenen Wochenende gehandelt haben könnte. Im Rahmen des Nachtorientierungsmarsches Eiswolf 2015 verschlug es die Kameraden HG d.R. Sergej Semenko und SG d.R. André Kotzanek der RAG Infanterie ST in die Unteroffiziersschule der Luftwaffe nach Heide. Wir hielten uns nicht länger als nötig in der Kaserne auf und verlegten schnellstmöglich ins Gelände.

Dort abgesessen hieß es kurz unterziehen und sich orientieren. Nachdem wir unseren ungefähren Standort ermittelt hatten, bewegten wir uns anhand der gegebenen Koordinaten zur Station Seilbahn und Ex-Handgranatenwurf. Danach ging es gleich zur nächsten Station, dem Waffendrill. Hier mussten wir zu zweit ein G36 zusammensetzen und die dazugehörige Funktionsprüfung durchführen. Der Haken an der Sache war, eine Hand wurde mit der des anderen Kameraden verbunden, die wir damit nicht mehr benutzen durften. Durch geschickte Koordination unserer Bewegungen gelang es uns die uns gestellte Aufgabe in 1:57 Min. abzuschließen. Bei der folgenden vierten Station mussten wir unsere Kenntnisse im Bereich Sanitätswesen anwenden. Als Nächstes sollten wir zur OPZ gelangen und dort Meldung machen. Allerdings war der direkte Weg auf Grund von Feindaktivität versperrt, sodass wir gezwungen waren das Gebiet weiträumig zu umgehen. Immer wieder hörten wir Gewehr/MG-Feuer durch die Nacht hallen und sahen einen durch SIgPi’s hell erleuchteten roten Himmel. Wälder, Büsche und Gräben gaben uns Schutz und so gelangten wir unbemerkt zur OPZ.

Dort bekamen wir neue Koordinaten, die uns auf ein altes Kasernengelände führten. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber dennoch spaßig und einigermaßen erfolgreich absolvierten wir die Station Blasrohrschießen. Die dann folgende Station stellte das erste Highlight der Veranstaltung dar. Unter dem Namen „Waten“ kann man sich alles Mögliche vorstellen. Tatsächlich mussten wir bei geschätzten Minus 4 Grad Außentemperatur und 4 Grad Wassertemperatur einen zwischen 20 und 50 cm tiefen Bach durchlaufen. Die Strecke umfasste dabei ca. 150 m. Letztendlich eine Wohltat für unsere strapazierten Füße. Danach wurden wir zu einem unbekannten Punkt gefahren. Nachdem wir uns kurz orientiert hatten, näherte sich der Uhrzeiger 0700. Bis 1100 hieß es also „Eingraben“ und ausruhen. Wir suchten uns ein adäquates Versteck auf einem kleinen Gehöft und gönnten uns unsere wohlverdiente Ruhepause im Stroh.
Nach der Pause mussten wir eine kleine Brücke aufklären, an der sich wohl ein unbekannter Gegenstand (IED) befinden sollte. Aus sicherer Entfernung erkannten wir den Sprengsatz. Da diese Brücke für nachrückende Kräfte nun unpassierbar war, erkundeten wir eine Ausweichroute. Dazu erstellten wir eine Wegeskizze, welche wir später der OPZ übergaben. Angekommen an der nächsten Station wiesen uns die dänischen Kameraden in den Umgang mit deren Geräten (Restlichtverstärker, Thermalsichtgerät) ein. Nun hieß es größtmögliche Vorsicht walten lassen, denn es ging auf den StOÜbPl. Hinter jeder Ecke, jedem Baum oder Busch, in jedem Graben könnte ein Feind lauern. Leider erging es uns hier wie fast jeder anderen Gruppe, wir wurden aufgeklärt. Es ging dann weiter zur wohl anstrengendsten Station, dem MilFit. Allerdings konnten wir uns denken, dass dies kein Spaziergang werden würde. Immerhin war HptFw Markus Mundo Leiter dieser Station. Und wenn er etwas richtig kann, dann ist es Leistung anderer in hohem Maße einzufordern. Zum einen mussten wir ein schweres Tau und einen kurzen Baumstamm nebst Gepäck und Waffe durch einen Parcours tragen, zum anderen 10 kg schwere Kisten 50 Mal in die Höhe stemmen sowie abschließend nochmals einen Parcours durchlaufen.

Danach erwarteten uns noch zwei sehr interessante Stationen. Die Kameraden des THW haben einen Seilsteg über eine simulierte Schlucht aufgebaut. Diesen mussten wir durch pure Manpower überwinden. Die letzte Station befasste sich mit dem taktischen Zurückziehen mit einer zu schützenden Person bei Feindkontakt. Auch hier verhielten wir uns vorbildlich. Abschließend mussten wir uns zurück zur OPZ durchschlagen, wo wir durch eigene Kräfte aufgenommen wurden. Dies bedeutete gleichzeitig das Ende der Übung. Knapp 24 anstrengende, spannende, spaßige und lehrreiche Stunden gingen damit zu Ende.

Am Ende belegten wir einen respektablen 9. Platz. Angetreten waren 30 Mannschaften. Dabei erreichten wir 816 Punkte, während der erste Platz 1072 Punkte vorweisen konnte.

Letztendlich bleibt die Erkenntnis: „Nur die harten kommen in Apfelgarten. Denn dort gibt es schwere Kisten, die dich richtig F****n.„ (Insider)

P.S.: Ein besonderer Dank geht an unseren Kameraden SG Holger Engert und sein Team von der 4./Panzergrenadierbataillon 391, für die tatkräftige Unterstützung.

Text: André Kotzanek
Bilder: André Kotzanek/Markus Mundo

Friedrichsbrunn/Harz

Vom 09.01.2015 – 11.01.2015 nahmen wir, anders als sonst, an einer Veranstaltung der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern teil. Schon hier am Anfang des Beitrages kann man sagen, es hat sich definitiv gelohnt.

Nach der Ankunft in Friedrichsbrunn/Harz wurden wir sehr herzlich durch den Landesvorsitzenden der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern empfangen. Danach erfolgten eine kurze Einweisung in die Lage und die Erkenntnis darüber, dass uns Mutter-Natur teilweise einen Strich durch die Rechnung machen wird. Die Kameraden aus dem Norden bewiesen Improvisationstalent und organisierten eine adäquate Unterkunft für die beiden Nächte. Nach dem wir diese bezogen hatten, erfolgte die Abendverpflegung. Dazu bekam jeder einen Fisch, nahm diesen aus, reinigte ihn und ab damit ins Feuer. Nach kurzer Zeit konnte dieser dann auch genüsslich verzehrt werden.


Am nächsten Morgen hieß es dann zeitig aufstehen, denn wir hatten ja viel vor. Nach einem kurzen Frühstück verlegten wir in den Übungsraum. Dort angekommen errichtete die Gruppe einen Biwakplatz sowie einen Leitungsgefechtsstand (OPZ). Bis zur Mittagverpflegung tarnten wir unser Lager, errichten zwei Alarmposten, kundschafteten das Gelände aus und kennzeichneten einen Hubschrauberlandeplatz. Dann kam plötzliche die Meldung: „Vermisste Person wurde gefunden und muss zum Hubschrauberlandeplatz transportiert werden“. Alpha 6 (RAG Infanterie Sachsen-Anhalt) verlegte sofort zum Punkt des Verletzten und unterstütze den Transport.


Auf Grund der Wetterlage entschied man sich nach der Mittagverpflegung erstmal einzustellen und wieder die feste Unterkunft zu beziehen. Nachdem sich das Wetter wieder gebessert hatte kam das Highlight der Übung, der Nacht-Orientierungs-Marsch. Ausgesetzt im Übungsraum, mussten wir 8 Punkte anlaufen. Nach guter Ausarbeitung der Marschstrecke gelang uns das sehr gut. Wieder angekommen in unserer Unterkunft stand die Abendverpflegung an. Die Kameraden aus Mecklenburg-Vorpommern haben sich dafür etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Wir konnten aus unterschiedlichen Verpflegungspaketen verschiedener Nationen, u.a. deutsch, amerikanisch und dänisch, auswählen. Am Sonntagmorgen traten wir dann wieder die Heimfahrt an.


Die Übung „Rasender Keiler“ war somit ein voller Erfolg und die anwesenden Mitglieder aus fünf RK’en der Landesgruppe Sachsen-Anhalt waren mehr als begeistert, dass das überregionale Zusammenspiel so gut funktioniert hat.


Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals beim Landesvorsitzenden der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern, dem Oberstleutnant d.R. Stahn sowie dem verantwortlichen Projektunteroffizier, Obermaat d.R. Sauer für diese geniale Veranstaltung und den reibungslosen Ablauf.


Text: André Kotzanek
Bilder: André Kotzanek/Markus Mundo/Maik Stehle/Christian Felter/Thomas Conrad

Leben im Versteck

 

Burg/Krähenberge. Vom 24.10. bis 26.10.2014 genossen die Mitglieder der RAG Infanterie, zusammen mit einem Gast der RK Hildesheim, die vertiefende Ausbildung zur Thematik „Leben im Feld“. Aufbauend auf den vorherigen Veranstaltungen, “Operation Eiszapfen“ und dem ersten Biwak vor einem Jahr, wurde der Ausbildungsinhalt auf das autarke Überleben, fernab einer festen externen Versorgung,gelegt.

Sobald die Dämmerung einsetzte, machte sich unser Spähtrupp bereit die eigene Sicherung zu verlassen, um in den zugewiesenen Sektor einzusickern. Anstatt sich mit übermäßig Material auszustatten, konzentrierten wir uns auf das Wesentliche: Den Auftrag 24 Stunden das Gebiet um uns aufzuklären. Hierzu errichteten wir ein vorläufiges Versteck und ruhten einige Stunden auf dem Standortübungsplatz Krähenberge.

Den Samstag Morgen begannen wir mit Feldhygiene, bevor wir mit der eigentlichen Ausbildung loslegten. Die Ausbildungsgruppe sollte selbst entscheiden, welche Art von Versteck errichtet werden sollte. Jäger der Reserve Andreas Herm erläuterte Vor- und Nachteile verschiedener Bauarten und führte mit einem Teil der Gruppe den Aufbau durch. Hierbei zeigte er verschiedene Knoten und Bunde, sowie provisorische Befestigungsmittel für das bearbeitete Material. Während dessen bereitete der Leitende, Hauptfeldwebel Markus Mundo, mit der anderen Hälfte die Verpflegung zu und baute den Platz der Gruppe aus.


Da sich ein Spähtrupp autark versorgen muss, hatten wir nur wenige Ressourcen zur Verfügung, die wir selbst schälten, schnitten, kochten oder braten mussten, um die Versorgung sicherzustellen. Jedes Essgeschirr wurde benötigt, ein Variationsplan der Verpflegung festgelegt, um alle Teilnehmer abwechslungsreich zu verpflegen.

Nachdem das Grundgerüst des Versteckes stand, wurde verpflegt um neue Kraft für die Fertigstellung zu tanken. Bis in die Abendstunden brauchten wir für die Fertigstellung des Versteckes. Anschließend werteten wir die gemeinsame Arbeit als vollen Erfolg und konnten uns ein 3-Gänge Menü schmecken lassen: deftiger Eintopf, Bratkartoffeln und ein Maishuhn.
Zum Abschluss konnte man mittels Restlichtverstärker und IR einen Blick in die Nacht riskieren.
Direkte Aufklärbarkeit, durch mangelnde Lichtdisziplin oder allein durch seine Bekleidung, führte die Teilnehmer schnell zur Einsicht, dass es einer intensiven Vorbereitung eines Spähtrupps bedarf, um unentdeckt seinen Auftrag erfüllen zu können.

Am Sonntag bauten wir alles zurück, verstauten unsere Ausrüstung und verlegten zurück in die eigene Sicherung der Kaserne Burg. Dort angekommen übernahm Hauptgefreiter der Reserve Christian Felter die Gruppe zur freiwilligen Abnahme des DSA.
Da wir uns gegenseitig unterstützten, konnte fast Jeder seine benötigten Disziplinen ablegen. Selbst der Vorsitzende der RAG Infanterie ST, Hauptfeldwebel der Reserve Maik Stehle, ließ es sich nicht nehmen mit gutem Beispiel voranzugehen.

Es war ein anstrengendes, aber lehrreiches Wochenende, welches Lust auf noch mehr infanteristische Grundlagen machte.

Wir bedanken uns auf diesem Wege bei allen Beteiligten für die freiwillige Teilnahme an unserer Verbandsveranstaltung und für die Zuarbeit von Herrn Olaf Thiel, der uns die Nutzung des Standortübungsplatzes Krähenberge ermöglichte.

Text: Mundo / Bilder: Gebhardt, Kotzanek, Noldin, Mundo

3. Platz beim "Elbebiber" 2014 in Pirna

Die Mission „Pokalklau“ wurde erfolgreich beendet.

Bei bestem Infanterie-Wetter, Standard wenn man mit einem gewissen Kameraden unterwegs ist, absolvierte die RAG Infanterie Sachsen-Anhalt den 13. Internationalen Vielseitigkeitswettkampf „Elbebiber" 2014 in Pirna.
Wie man unschwer erkennen kann, ist es uns gelungen einen der begehrten Pokale zu „stehlen“.

Auf dem Programm für den 20 Km-Wettkampf standen:
• Schießen mit KK auf Zeit
• 6 Km IGF-Marsch (zum normalen Gepäck, was jeder mitgeführt hat kamen noch zusätzlich 15 Kg hinzu)
• Ableinen von einer Felswand
• Paddeln mit einem Schlauchboot
• Erkennen von Fundmunition und Verhalten gem. TaKa
• Verletztenversorgung nach einem Verkehrsunfall
• Hindernisparcour bei Dunkelheit in einem Trainingsraum der Feuerwehr
• 100m Kleiderschwimmen


Am Ende trennten uns nicht viele Punkte von einer besseren Platzierung, was Lust auf mehr macht.

Wir bedanken uns beim Landeskommando Sachsen, bei der Landesgruppe Sachsen des Reservistenverbandes, beim THW Pirna sowie allen weiteren Personen, die für diesen tollen Wettkampf verantwortlich waren.

Text: Kotzanek, Mundo / Bilder: Kotzanek, Mundo, Dietz

RAG@Tirol

Kühtai/Österreich.

 

Am 23. August wagten Kameraden der RAG Infanterie Sachsen-Anhalt die Teilnahme am höchsten Hindernislauf der Welt, im österreichischen Höhenleistungszentrum Kühtai, bei der„KrassFit Challenge Tirol“.

Auf einer Höhe von über 2000 Meter, einer Strecke von 16 Kilometer und 25 Hindernissen wollten wir unseren persönlichen Meilenstein setzen.


Nach der Registrierung wurde uns klar: Es gibt keinen Weg zurück. Wir schaffen das!
Bei 4 Grad Außentemperatur, leichtem Regen und nach der Freigabe der Bergwacht wurde die Challenge um 10 Uhr eröffnet.


Bevor unser Team an den Start durfte, wurde jeder Teilnehmer intensiv erwärmt, um den Strapazen gewappnet zu sein.


Dann war es soweit, die erste Wand musste erklommen werden, um überhaupt an der Startlinie zu stehen und der Countdown wurde laut mitgezählt. Alle waren hochmotiviert und bereit auf dieses Abenteuer, das man nur als Team bewältigen konnte. Dann ging es endlich los.


Erstes Hindernis: Man schleppe einen Sandsack, gleite dann in der tiefsten Gangart unter der 20Meter Gitterwand durch, nehme den Sandsack wieder auf und schenke diesen dem nächsten Teilnehmer.
Durch einen tiefdunklen Tunnel, über eine Reifenhürde, auf eine Schrägwand und wieder herunter, über Container voller Reifen, so leicht kann nur der Anfang sein.


Wir schauten entlang der Strecke nach Oben. Nun mussten 800 Höhenmeter genommen werden. Eine Tortour für die Oberschenkel. Auf dem Gipfel angekommen, erwartete uns ein fantastisches Panorama der Bergwelt und das nächste Hindernis: die Wand. Mit vereinten Kräften meisterten wir auch diese 3 Meter hohe Hürde und halfen nicht nur uns, sondern auch anderen Teilnehmern.


Aber das Ende war noch lange nicht in Sicht. Über steinige Wege und schroffe Felsen standen schon die nächsten Hindernisse bereit: Rauf und runter, drüber und drunter bis wir schon von weitem die Ziellinie sahen. Noch waren es 6 Kilometer, die uns nochmal alles abverlangten. Beim nächsten Hindernis, dem „Beasty Balance“, bekam man schon vom Zusehen Krämpfe, dennoch gaben wir alles, um dieses Ungetüm zu besiegen. Dann ging es über eine Schlammwiese, im Tauchgang unter einem Elektrozaun, in die Schlussphase. Der Stausee wurde umrundet, die letzten Kräfte mobilisiert, um auch die dortigen Hindernisse zu schaffen und dann waren wir kurz vor dem Ziel. Die „Speed Slide“ herunter,über eine Sprungschanze auf das Luftkissen und ab durch die „Foam Fest“(Schaumwanne): Geschafft! Wir gingen gemeinsam über die Ziellinie und sind stolz auf unsere erbrachte Leistung.

 

Text: M. Mundo / Bilder: A. Kotzanek, M. Ernst, KrassFit GmbH

 

Wir bedanken uns für die freundliche Erteilung der Bildrechte seitens der KrassFit GmbH.

 

Die neuen Gesichter im Vorstand

Schierke/Harz. Seit dem 2.August 2014 hat die RAG Infanterie ST einen neuen Vorstand.

 

Da der bisherige Vorsitzende HptFw d.R. Markus Mundo in den aktiven Dienst der Bundeswehr wechselt, wählten wir in Anwesenheit des Landesvorsitzenden, Herrn Oberstleutnant der Reserve Hans Thiele, einen neuen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter.

 

Im Anschluss an den traditionellen Brockenmarsch des Landeskommandos ST wurde Herr HptFw d.R. Maik Stehle neuer Vorsitzender der RAG Infanterie ST.

 

Ihm zur Seite stehen HG d.R. Christian Felter als 1.Stellvertreter und Fw d.R. Maren Waschk als 2. Stellvertreter.

 

Der Landesvorsitzende verpflichtete die neuen Vorstandsmitglieder persönlich und wünschte ihnen viel Erfolg für die zukünftige Arbeit im Reservistenverband.

Text: Mundo / Bilder: Mundo, Herm

Sachsen-Anhalter beim Tag der Infanterie

 

Hammelburg. Vom 16. bis 18. Juli 2014 folgten wir dem Ruf aus der Infanterieschule Hammelburg den Tag der Infanterie zu feiern.

 

Am Mittwoch begrüßte Brigadegeneral Hagemann, Kommandeur des Ausbildungszentrum Infanterie und General der Infanterie zusammen mit dem Präsidenten des Bundes der Infanterie Generalleutnant a.D. Glatz die zahlreichen Wettkämpfer, Gäste und Besucher aus Politik und Wirtschaft auf der Fähnrichswiese zum traditionellen Jägerabend.

 

Am folgenden Tag lockte es rund 2.000 Besucher auf den Lagerberg. Zahlreiche Lehrvorführungen, Ausstellungen und Informationsstände begleiteten die Besucher durch die Infanterieschule. Die Einzelkämpferinspektion zeigte nicht nur den militärischen Nahkampf, sondern hier konnte man selbst an die Ausbilder herantreten, um sich vertiefend über die Ausbildung zu unterhalten.

 

Die Bundeswehr hautnah:

So zeigte auch die Luftlande- und Transportschule ihr Können: Fast-Roping aus einer Bell UH 1-D, schnell rein, schnell raus,unter gegenseitiger Sicherung. Nebenan führte die Gebirgs- und Winterkampfschule ebenso beeindrucktend waghalsige Aktionen am Kletterturm vor und selbst ihre Mulis durften für die kleinen Gäste nicht fehlen. Alle Inspektionen präsentierten sich, Lehrgangsangebote, Material und ihr Know-how und stellten sich allen Fragen der interessierten Besucher.

 

In der Industrieausstellung nahmen wir dann die Neuentwicklungen für die Truppe besonders ins Auge. Ja, auch hier war das Ausprobieren und Anfassen erwünscht, so dass man sich selbst ans Steuer eines Boxer setzen konnte, Optiken in die Hand nahm, wo man auch in 5.000 Meter in Ruhe seine Tageszeitung lesen konnte oder das neue MG5 testete, um letztendlich festzustellen, dass sich dieser Tag wirklich gelohnt hat.

 

Am abschließenden Kameradschaftsabend versammelte sich das „Who is Who“ der Infanterie und Gäste, um der Siegerehrung beizuwohnen. Der Abend wurde durch das Wachbataillon unterstützt, die uns einen Teil ihres Programms darboten.

 

Zum Abschluss stellten wir fest: Wir waren nicht allein. Brigadegeneral Matz, ehemaliger Kommandeur des GefÜbZH, lobte unser Erscheinen mit den Worten:“ Wir Sachsen-Anhalter müssen zusammenhalten!“ So entstand auch unser gemeinsames Foto mit ihm, denn in der großen Familie der Infanterie bist Du nie allein.

 

 

Text: Mundo / Bilder: Etschmann

Menschenführung unter Belastung

Wer nun denken mag, dass wir uns am Herrentag gemütlich mit einem Bier im Garten befanden, kennt uns leider nicht gut genug, um uns als RAG Infanterie Sachsen-Anhalt in unserem Anliegen zu verstehen – Reservisten können mehr!

 

Bereits am Vorabend unserer Verbandsveranstaltung trafen sich 13 Reservisten und Interessenten, um im Bitterfelder Sportbad den Stundenschwimmer abzulegen. So erlangten sechs Kameraden das 2-Stundenabzeichen, zwei Kameraden das 1,5-Stundenabzeichen und fünf das 1-Stundenabzeichen im Dauerschwimmen.

 

Der 29.05.2014 begann mit typischem Infanteriewetter, jedoch klarte es bald auf und 13 Aspiranten standen vor der Herausforderung sich das RAG-Patch zu verdienen ohne zu wissen, welche Prüfungen vor ihnen liegen. Jäger d.R. Andreas Herm konzipierte diesen Tag und wurde durch den Vorsitzenden HptFw d. R. Markus Mundo unterstützt, der den Aspekt der Menschenführung in die Ausbildung integrierte.

 

Zur Erwärmung ging es im Laufschritt über Sandberge, Wiesen und den Wald, um den Teilnehmern schon vor dem eigentlichen Beginn klarzumachen, dass wir nur so stark sind, wie unser schwächstes Glied und den Tag nur als Team bewältigen konnten.

 

Die jeweiligen Gruppenführer wurden dann ausgelost. Jeder erhielt eine andere Aufgabe bzw. Koordinate. Wer sich jedoch nicht ins Gruppengefüge einordnen konnte oder grobe Fehler aufwies, durfte im Laufe des Tages Strafkarten ziehen und die jeweilige sportliche Herausforderung mit allen Kameraden teilen.

 

Zu Beginn übernahm HptFw d.R. Maik Stehle das Kommando und führte die Gruppe durch Bitterfeld, entlang der Leine zu seiner Aufgabe: der Flussüberquerung. Er erkundete die Situation vor Ort, plante sein Vorgehen und entschloss sich die Leine mittels Seilsteg zu überqueren.

 

Dann übernahm SG d.R. Christian Tost die Gruppe und führte sie durch unwegsames Gelände bis hin zum Steinberg. Seine Aufgabe bestand darin eine Felswand mit der Gruppe zu überwinden.

Da wir genug Seile mitführten, war dieses Unterfangen lösbar. Wir kletterten wie vor 100 Jahren, erstellten unser Geschirr selbst und erklommen die Wand, auch wenn es Überwindung kostete.

In den späten Nachmittagsstunden erreichten wir dann die Ortschaft Mühlbeck, wo die nächste Prüfung auf HG d.R. Sergej Semenko und HG d.R. Christian Felter lauerte: „Schlauchboot zusammensetzen! – 4000 diese Richtung befindet sich ihr Ziel!“.

 

Mit vereinten Kräften wurde das Boot zu Wasser gelassen, die Ausrüstung verstaut und schon setzte sich die ganze Gruppe auf dem Goitzschesee in Bewegung.

Am Ziel angekommen, war noch nicht Schluss, denn die letzte Aufgabe – mit einem Seil eine Verletztentrage zu bauen, wartete noch. Mit letzter Kraft und nach 12 Stunden war es endlich geschafft. Die Mühen und der Schweiß hatten sich gelohnt, denn so entsteht Kameradschaft und die Berechtigung unser Wappen zu tragen.

 

Wir erfuhren im Laufe des Tages eine sehr positive Resonanz im Bezug auf unser Vorhaben, waren es Radfahrer, Familien, aktive Soldaten mit erstaunten Gesichtern, die unseren Weg kreuzten.

Wir bedanken uns auf diesem Weg beim THW Bitterfeld und dem Goitzsche-Camp für ihre Unterstützung, ebenso bei unseren 4 Gästen, die uns begleiteten.

 

Fazit:

Das 1. Jahr der RAG Infanterie Sachsen-Anhalt endete mit der Gewissheit, dass dies nur der Anfang ist.

 

Text:Mundo/Bilder:Haack, Mundo, Kotzanek

Monte-Kali-Pokalschießen 2014

 Das jährlich stattfindende Monte-Kali Pokalschießen lockte in diesem Jahr weit über 2000 Teilnehmer aus dem In- und Ausland an, wobei nicht nur der eigentliche Schießwettbewerb im Vordergrund steht. Organisiert wurde das 31. International Shooting Competition durch die RK Giesel, die zusammen mit der US Army und der RK Wertheim, den angereisten Gästen den Erwerb verschiedener Schießabzeichen ermöglichten. Diesbezüglich zogen vier unerschrockene Kameraden aus Sachsen-Anhalt los, das Wochenende vom 09.05. - 10.05.2014 mit Franzosen, Italienern, Luxemburgern, Schweizern, Briten, Holländern und den US Soldaten des 1-214th Aviation Regiments in Wackernheim gemeinsam zu verbringen.

Bereits am Donnerstag schlugen wir die Zelte auf, damit wir am nächsten Tag ausgeruht am Gate des Regional Range Complexes der US Army auf den Startschuss warten konnten.

 

Trotz des schlechten Wetters wuchsen die Warteschlangen an den Schießbahnen und man merkte, dass sich jede Minute lohnte, wenn man am Ende die Qualifikation „Expert“ an diversen Waffen erhielt. HptFw d.R. Mundo, OMT d.R. Richter und SU Arendt erreichten bereits im ersten Versuch mit dem M16A2 die höchste Stufe, wobei die Motivation enorm Anstieg, um die restliche Schießzeit mit der Glock 17, Beretta, M249 oder der grandiosen Handgranatenübung zu verbringen. In den abendlichen Stunden wertete man beim Kameradschaftsabend den Tag aus, traf überraschend auch auf gute Bekannte der RK Uetersen oder Marienberg und führte intensive Gespräche im Kameradenkreis, gleich welcher Nation.

 

Samstag 09:40 Uhr standen wir dann bereit mit unserer Mannschaft am Schießwettbewerb teilzunehmen. Nach der Einweisung in das Sturmgewehr 90 der Schweizer Armee, begann dann auch für uns der Wettkampf mit 15 Schuss ein Ziel in 300 Metern, liegend freihändig unter Zeitdruck, zu bekämpfen. Bereits im Vorfeld entschieden wir uns mittels „Spotter“ den jeweiligen Schützen unseres Teams behilflich zu sein, jedoch war nicht nur die Schießübung schwierig, eher dass man mit einer Fremdwaffe schoss, die man vom Schießverhalten nicht kannte. Dennoch versuchten wir das für uns Möglichste und waren mit dem Ergebnis zufrieden.

 

Auch wenn man das gewünschte Abzeichen nicht erwarb, zählt hierbei nicht das Endergebnis, sondern das Beisammensein unter wahren Kameraden, die seltene Möglichkeit andere Waffen auszuprobieren, seine Schießtechnik zu verbessern und im großen europäischen Rahmen Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen.

 

Wir bedanken uns auf diesem Weg bei allen Beteiligten für die gewonnenen Impressionen, Erfahrungen und die tadellose Kameradschaft vor Ort und empfehlen diese Veranstaltung auch einmal zu besuchen.

 

Text/Bilder: Mundo

Ausbildung zur Aufsicht / Abnahme DSA - Februar 2014

Weißenfels/Sachsen-Anhalt-Kaserne.
Am 22.02.2014 wurde die Grundlagenausbildung zur Aufsicht beim Schützen in Weißenfels durchgeführt, wobei den insgesamt 17 Teilnehmern grundlegende Kenntnisse, als Aufsicht und zugleich als Ausbilder, vermittelt wurden. Hauptfeldwebel d.R. Markus Mundo, der die Ausbildung leitete, erläuterte zunächst den äußeren Rahmen von Schul- und Gefechtsschießen, so dass die Gruppe gemeinsam die Kennzeichnung des eingesetzten Personals erarbeitete und ebenso anlegen sollte.

Anschließend wurde dann der Auftrag und die Aufgaben einer Aufsicht erläutert. Zudem kam der Aspekt, dass eine Aufsicht auch als Ausbilder bei Schießvorhaben eingesetzt wird, die dem Schützen unterstützend und beratend zur Seite steht. Neben der Schießlehre und Schießtechnik wurden ebenso die häufigsten Fehler analysiert und geeignete Lösungsansätze vermittelt, die anschließend in der Übungsphase am AGSHP angewendet wurden.

Der zweite Teil der Veranstaltung stand dann ganz im Zeichen des Deutschen Sportabzeichens. Der Abnahmeberechtigte Hauptgefreiter d.R. Christian Felter bot die Möglichkeit an, das Deutsche Sportabzeichen abzulegen, wobei er den 8 Prüflingen alles abverlangte. Nach Beendigung der Veranstaltung, fuhren wir gemeinsam in die Schwimmhalle in Weißenfels, um dort in Eigenregie die Schwimmdisziplin und Schwimmfertigkeit abzunehmen und für 3 Prüflinge das DSA zu komplettieren.


Am Ende des Tages konnten sich Fahnenjunker d.R. Wiedemann und HptFw d.R. Mundo über Gold und OG d.R. Kotzanek über Silber freuen.

Text: Mundo/Bilder: Mundo

Winterkampfausbildung 2014

Blankenburg/Harz. Vom 07.02. - 09.02.2014 fand die traditionelle Winterkampfausbildung der Reservistenkameradschaften Uetersen, Pinneberg und Wedel der Landesgruppe Schleswig-Holstein statt. Leitende dieser Verbandsveranstaltung waren HptFw d.R. Rüdiger Galgsties und OFw d.R. Lothar Wippermann, die durch einen Wissenstest zum Thema „Counter-IED“ am Freitag den 26 Teilnehmern kognitiven Fähigkeiten abverlangten.

Am Samstag Morgen wurden dann die einzelnen Gruppen im Raum Braunlage, an verschiedenen Punkten, ausgesetzt mit dem Ziel unterschiedliche Aufgaben im Harz zu erfüllen. Mit einem Kompass ausgerüstet, versuchte jede Gruppe, anhand eines Kartenausschnittes, Koordinaten, Kompasszahlen oder simplen Wegeskizzen, ihren Weg durch das Gelände zu finden, um an die benötigten Informationen zur Erfüllung des Auftrages zu gelangen.

 

Trotz Kälte, Schnee und kräftigen Anstiegen gab jeder Teilnehmer alles, um an das Ziel zu gelangen.

Für die RAG Infanterie ST nahmen HptFw d.R. Markus Mundo, SG d.R. Thomas Mannke und Jg d.R. Andreas Herm teil, die zusammen mit einem Kameraden aus Schleswig-Holstein beim Wissenstest, wie auch im Gelände, die beste Leistung erbrachten und den 1.Platz belegten.

 

Wir möchten uns nochmals bei unseren norddeutschen Kameraden für diese Veranstaltung bedanken, die uns hinsichtlich ihrer Leistung und körperlichen Fitness in nichts nachstanden.

 

Foto: Mundo/Text: Mundo

 

Operation Eiszapfen

 

Burg/Krähenberge. Vom 10.01.-12.01.2014 fand auf dem Standortübungsplatz Krähenberge die „Operation Eiszapfen“ statt, an der sich 26 Reservisten aus Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Berlin und Brandenburg beteiligten.

 

Am Freitag wurden die angereisten Reservisten in der Clausewitz-Kaserne durch den Leitenden dieser Verbandsveranstaltung, HptFw d.R. Markus Mundo, begrüßt und später in die Rahmenlage, sowie durch Grundsatzunterrichte zum Spähtrupp und der Sicherung eingewiesen.

 

Herr Olaf Thiel (RK Burg) rüstete zunächst jeden Teilnehmer mit dem benötigten Material aus und sorgte für optimale Ausgangsbedingungen für das geplante Vorhaben. Durch die Unterstützung der RK Uni Magdeburg, insbesondere durch OFw d.R. Peter Schmidt und SG d.R. Michael Zähle, welche den Gästen selbstgemachte Burger zubereiteten, ging der Abend in die kurze Ruhephase über.

 

Bereits um 5 Uhr hieß es „Fertigmachen zum Spähtrupp!“ und kurz darauf verlegte auch die Sicherung, im Marsch zu Fuß, in den Einsatzraum Krähenberge.

 

Im Morgengrauen erreichte der Sicherungszug das“weiße Haus“ und begann Erstmaßnahmen durchzuführen. Hauptfeldwebel d.R. Mundo erkundete gemeinsam mit dem FhrSich und dessen Gruppenführern das Gelände, so dass man gemeinsam beurteilte, wo der Alarmposten eingesetzt werden soll, sich die Streife bewegt, Sperren platziert werden, Licht- und Akustikfallen zum Einsatz kommen sollen und Kampfstände, um dem feindlichen Spähtrupp die Aufklärung zu erschweren.

 

Zeitgleich errichtete Jg d.R. Andreas Herm zusammen mit seinen Jungs aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen das Versteck, von dem aus der Spähtrupp operieren sollte. Aus Stämmen, Ästen und Tannenzweigen entstand dadurch ein dem Gelände optimal angepasster Ort, um das umliegende Gebiet, Straßen und Wälder zu erkunden.

 

Gegen 12 Uhr waren beiderseits alle Maßnahmen abgeschlossen, so dass die Übung beginnen konnte. Den Platz der Gruppe errichteten OG d.R. Andreas Maiwald und OG d.R. Marcel Czakaj (RAG Wettkampf Berlin) in mühevoller Kleinarbeit, so dass die jeweilige Ruheschicht sich aufwärmen konnte. Im Zuggefechtsstand koordinierten HptFw d.R. Maik Stehle (RK Bernburg Saale) und OLt d.R. Magnus Lück (RAG Wettkampf Berlin) die jeweiligen Gruppenführer, werteten Meldungen aus und überwachten die Tätigkeiten der einzelnen Gruppen.

 

Der Alarmposten wurde diesbezüglich sogar mit einem Nachtsichtgerät ausgestattet, um auch bei schwindender Helligkeit optimal ausgerüstet zu sein.

 

Der Landesvorsitzende OTL d.R. Hans Thiele überzeugte sich vom gemeinsamen Interesse an „grüner Ausbildung“ und machte sich selbst ein Bild vom Ausbildungscharakter dieser Veranstaltung, wobei er sehr positiv überrascht war, wie motiviert und engagiert alle Beteiligten ihren Auftrag verfolgten.

 

Bis zum Morgengrauen wurde gemeinsam überwacht und aufgeklärt, so dass diese Übung ein beispielhaftes Sinnbild für Kameradschaft, Einsatzfreude und Zusammenarbeit im Reservistenverband darstellt.

 

 

 

Langenthal/Bern. Am diesjährigen 57. Berner Distanzmarsch in der Schweiz beteiligte sich die RAG Infanterie ST mit HptFw d.R. Mundo, SU d.R. Arendt und S d.R. Etschmann, die zusammen mit der RK Frankenberg (Eder) eine Marschgruppe bildeten. Es wurde in 3 verschiedenen Kategorien um Kilometer gekämpft, wobei ingesamt 799 Teilnehmer den Weg nach Langenthal fanden, darunter Schweizer, Italiener, Franzosen, Amerikaner,Belgier, Österreicher und unter deutscher Beteiligung auch Vertreter der aktiven Truppe und Reservisten der Bundeswehr.

 

Hochmotiviert konnte das Team der RAG Infanterie ST nach einstündiger Verspätung der Frankenberger endlich starten, wobei SU d.R. Arendt sofort das Tempo dirigierte und die Marschrichtung festlegte. In einer völlig unbekannten Gegend, in der man umsonst nach Straßenschildern oder Entfernungsangaben suchte, legte die RAG die ersten 4km in 20Minuten zurück und versuchte das Tempo hochzuhalten. Neben Gesprächen mit den Kameraden der schweizer Armee, an denen wir uns lautlos heranschlichen und sich der Letzte mit erstauntem Gesicht umdrehte als HptFw d.R. Mundo zu ihm sagte“Jawohl, sehr gut erkannt,immer den rückwärtigen Raum sichern.“ oder auch mit den zivilen Teilnehmern, konnte man in den Kontrollposten eine Stärkung zu sich nehmen und der Gemütlichkeit eine Chance geben, wenn man dies wollte.

 

Die Strecke führte uns an Schweizer Bergmassiven entlang, durch Städte und Dörfer, über kräftige Anstiege und endlos erscheinenden Tälern, wobei die Auto uns ständig durch Hupen motivierten. Die Bevölkerung war zwar anfangs irritiert Reservisten der Bundeswehr zu sehen,z.B. in der Stadt Wangen hielt man uns für Schweizer und fragte nach dem Weg zur dortigen Kirche, aber nach einem heiteren SmallTalk war das dann auch geklärt.

Bereits nach 19 km wurde uns bewusst, dass man für derartige Wettkämpfe genug Trainingseinheiten, Disziplin und vor allem den Willen haben muss, um als Team zu bestehen. Das zeigte sich während des Marsches in der Leistung Einzelner.

 

Nach Beendigung der Gruppenwertung, erhielten wir die offizielle Erlaubnis für die Einzelwertung die verbliebene Zeit auszunutzen und konnten im eigenem Tempo jeder für sich nochmal alles geben.

 

Trotz großem Zeitverlust erreichte SU d.R. Arendt noch die 43Km und konnte sich in der Einzelwertung über den 66.Platz und einen Bandzusatz „40 km“ freuen. HptFw d.R. Mundo belegte den 145. Platz und S d.R. Etschmann den 191.Platz von 306 mit erreichten 37 km in der Kategorie der Uniformierten.

 

Taktik macht Spaß!

Vom 08.11.-10.11.2013 wurde in der Lützow-Kaserne Schwanewede, durch die Landesgruppe Bremen, das "Grundlagenseminar Taktik" zur Verbesserung der Führungsfähigkeit von Reserveoffizieren / Reserveunteroffizieren angeboten.

 

Hierbei nahmen HFw d.R. Mundo und SU d.R. Arendt am ersten von insgesamt 5 Modulen teil. Schwerpunkt der Taktikausbildung war die Entscheidungsfindung als eingesetzter Kommandeur eines Einsatzverbandes, mit 600-800 Soldaten,anhand dem Spektrum von OpvbuKr und dem Führungsprozess, einen Auftrag richtig auszuwerten, die Lage zu beurteilen und seinem Entschluss daraus abzuleiten. Um dies alles zu verwirklichen begann OTL a.D. Jüttner (Arbeitskreis Taktiklehrer) am Freitag mit der Einweisung u.a. in die aktuellen taktischen Zeichen, Operationsarten und in die vereinheitlichte Rahmenlage OBSIDIA.

 

Samstag stand ganz im Zeichen der Kräfte Feind und eigener, wobei nicht nur Aufbau, Ausstattung und Struktur der verschiedenen Kompanien, Divisionen und Brigaden fokussiert wurde, sondern ebenso das Zusammenwirken von Pz + PzGren, Einsatzgrundsätze von Artillerie und Pionieren verdeutlicht wurde. Anhand einer Lagekarte konnten die Teilnehmer dann bestimmte Gefechtsausschnitte nachvollziehen und Übungslagen auswerten. Abschließend wurde am Sonntag durch einige Übungslagen das erlernte Wissen weiter vertieft und durch ein Szenario überprüft, so dass wir dieses Modul erfolgreich abschlossen und ein Zertifikat erhielten, das uns dazu berechtigt an den nachfolgenden Seminaren „unsere“ Streitkräfte in Angriff, Verteidigung, Verzögerung und Stabilisierung auftragsorientiert einsetzen zu können.

 

Wir möchten uns nochmals für die reibungslose Organisation und Gastfreundlichkeit der Landesgruppe Bremen bedanken, die diesem Seminar einen würdigen Rahmen gegeben hat und freuen uns auf das nächste Mal.

 

2. Ausbildungsveranstaltung vom 12.07. - 14.07.2013

Burg/Krähenberge. Die 2. Veranstaltung stand diesmal ganz im Zeichen des Mottos “Zurück zu den Wurzeln“. Die Mitglieder der RAG sollten zum Geburtsort des Infanteristen, dem Wald, zurückkehren, um grundsätzliche Verhaltensweisen und Tätigkeiten des Einzelschützen aufzufrischen.

 

Bereits am Freitag marschierten wir den 4 km langen Weg aus der Clausewitz-Kaserne bis zum vorher erkundeten Platz der Gruppe auf dem Standortübungsplatz Krähenberge. 

 

Da es bereits 22 Uhr war und das Tageslicht die letzten Strahlen durch das Laub warf, erfolgte vor Ort der Aufbau der Zelte. Bei einer sternenklaren Nacht schliefen wir dann erstmal wieder unter freiem Himmel, mittels Schrägdächern, Zelten oder auch simplen Tarps und lauschten der Stille des Waldes.

Um 7 Uhr war die Nacht dann auch vorbei und wir widmeten uns der Erreichtung des Platzes der Gruppe. Wege wurden freigekratzt, das mitgeführte Material wurde zentral gesammelt und verstaut, die Feuerstelle ausgebaut und sogar das nicht so bekannte "Infanteriewaschbecken" gebaut.

Verpflegt wurde dann zwischenzeitlich gemeinsam mittels MRE, dem amerikanischen Gegenpart zum EPA, dass für die meisten eher unbekannt war.

 

Nach dem Mittag begann dann auch die Ausbildung mit Karte und Kompass. HFw d.R. Mundo erläuterte nicht nur den Aufbau einer Karte und das UTM-Verfahren, sondern ging auch auf den Gebrauch des Marschkompasses, sowie das Orientieren mit natürlichen Hilfsmitteln ein.

Im Anschluss übernahm Jg d.R. Herm das Ausbildungsthema Alarmposten und erarbeitete gemeinsam mit der Gruppe Grundsätze, Ausstattung, Aufträge und Ablöseverfahren. Bereits bei Beginn der Ausbildung war jedem klar, dass man eine solche Thematik nicht allein im Sitzen durchführt, also erkundete Jg d.R. Herm mit allen Teilnehmern eine geeignete Alarmpostenstellung.

 

Spätestens hier merkte man den eigentlichen Anspruch in der Ausbildung, als Führer einer Gruppe oder Zuges, das Gelände zu taufen und eine strategisch wertvolle Stellung zu erkunden.

 

In der Gruppe wurde dann das Ablösegespräch erarbeitet, wobei man gleich feststellte, dass man sich generell auf ein Ablöseverfahren einigen musste, um dies in zukünftigen Ausbildungen zu vereinheitlichen. Die Wahl fiel dann auf LANGEMAPPSS, welches dann auch mittels Alarmpostenbefehls eingeübt wurde.

Während der Vorbereitung für den geplanten Orientierungsmarsch bei eingeschränkter Sicht, erstellte SG d.R. Tost einen Geländesandkasten am Platz der Gruppe, der dann zur Einweisung der Orientierungstrupps diente.

Zeitgleich stellten HFw d.R. Mundo und HG d.R. Mannke unser eigenes Brot her. Wir kamen zum Entschluss, dass dies auch zum Leben im Felde gehört und ließen es uns mit den Satz: „Der Infanterist kann sein Brot auch selbst backen“ dann auch schmecken.

Nach erfolgter Befehlsausgabe am Geländesandkasten um 21:15 Uhr, marschierten dann die eingeteilten Trupps mit einem Kompass und einer Karte ausgerüstet in die anbrechende Nacht hinaus und erreichten fast gleichzeitig gegen 00:30 Uhr und nach 8 km wieder den Platz der Gruppe. 

 

Anschließend wertete man noch die Ausbildung am Lagerfeuer aus und erholte sich im Schlafsack.

 

Am Sonntag räumten wir, nach dem Frühstück aus der MRE-Tüte, das Gebiet auf und bauten unsere Zelte wieder ab, so dass wir gegen 10 Uhr zurück marschieren konnten.

Gründung und 1.Ausbildungsveranstaltung vom 31.05.- 02.06.2013

 

Magdeburg-Rothensee. Am 31.05.2013 fiel in der dortigen Bundeswehrliegenschaft der Startschuss zur Gründung der RAG Infanterie ST. Schwerpunkt der neuen Reservistenarbeitsgemeinschaft ist es gegenwärtiges und zukünftiges Ausbildungspersonal des Landes Sachsen-Anhalt im Bereich des infanteristischen Objektschutzes auszubilden.

 

Unter Leitung von HFw d. R. Mundo entsteht somit ein Ausbilderpool, der nicht nur methodisch und didaktisch in der Lage ist die neuen Herausforderungen zu bewältigen, sondern auch infanteristische Ausbildungsthemen kompetent vorzubereiten, zu planen und durchzuführen.

HFw d.R. Mundo erklärt den "schulmäßigen Aufbau" für eine Waffenausbildung
HFw d.R. Mundo erklärt den "schulmäßigen Aufbau" für eine Waffenausbildung

 

Bereits am folgenden Tag begann die Schulung der Ausbilder durch die Vermittlung wesentlicher Grundsätze aus der Ausbildungslehre. Die dort erworbenen Kenntnisse wurden anschließend in Form von zwei Stationen vertieft und angewendet.

 

Um „Das Laufen“ im infanteristischen Objektschutz zu erlernen, begann die RAG Infanterie ST mit der Station Formaldienst. Hierdurch erlernt man nicht nur seinen Körper und sich selbst zu beherrschen, vielmehr schafft man dadurch nötige Voraussetzungen für Waffen- und Schießausbildung sowie im Gefechtsdienst.

 

Die zweite Station stand ganz im Zeichen des Tarnens des Einzelschützen. Natürliche und künstliche Tarnmittel, Tarngrundsätze und die verschiedenen Arten der Gesichtstarnung rundeten den ersten Ausbildungstag ab.

 

Der Landesvorsitzende Oberstleutnant d.R. Hans Thiele ließ es sich nicht nehmen unserem Team zur erfolgten Gründung persönlich zu gratulieren.

 

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde am Sonntag dann die körperliche Fitness der Mitglieder fokussiert. Ein forderndes Aufwärmprogramm, das mit einem 30minütigem Lauf im Feldanzug begann, verlangte den vollen Einsatz der Reservisten. Mit Schlagpolstern oder allein durch die Verwendung des eigenen Körpers wurden alle an ihre Grenzen gebracht, sodass man sich im letzten Teil der Military Fitness der Fallschule widmen konnte. Da der militärische Nahkampf für die meisten Teilnehmer Neuland war, stieg die Motivation aller und am Ende landete jeder der Reservisten auf dem Boden der Tatsachen.

NEUE Ausschreibung:

OP Eiszapfen 2016